Wechseljahre - Klimakterium

Wechseljahre - Klimakterium 

Der Begriff Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, bedeutet den Übergang von der fruchtbaren Zeit in die Zeit nach dem Erlöschen der Eierstocksfunktion (Menopause). Wie der Name sagt, kann sich diese Lebensphase einer Frau über viele Jahre hinstrecken. Es kommt dabei zu einem allmählichen Erlöschen der Eierstocksfunktion, d. h. es treten unregelmäßige Blutungen bzw. Blutungsstörungen aller Art auf. Ein Eisprung tritt immer seltener auf. Dies bedeutet, dass die Chance/das Risiko einer Schwangerschaft immer geringer wird, aber noch gegeben ist. Daher ist eine Verhütung auch in dieser Zeit noch notwendig. Bei Kinderwunsch sind jedoch die Behandlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. 

Die verminderte Bildung von Hormonen der Eierstöcke (Ovarien) und der Nebennierenrinde (Östrogene, Gestagene, Androgene) führt zu den typischen Beschwerden der Wechseljahre: Schlafstörungen durch Hitze/Kältewallungen, Schweißausbrüchen, Herzklopfen/-rasen, evtl. auch zu Konzentrationsschwäche, Leistungsminderung und zu Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen. Auch eine unerfindliche Gewichtszunahme, meist in Form einer veränderten bauch-betonten Fettverteilung ist typisch.
 
In einem ausführlichen Gespräch sollten bei Wechseljahresbeschwerden, vor allem, wenn Leidensdruck besteht, die individuellen Behandlungsmöglichkeiten und deren Risiken besprochen werden. Manche Beschwerden können durch pflanzliche Mittel (Soja, Rotklee, Traubensilberkerze, Johanniskraut) gut gelindert werden, effektiver sind jedoch meist Hormone.
 

Menopause

Die Menopause ist definiert als die letzte, durch den Eierstock gesteuerte Blutung. Als vorzeitige Menopause (Klimakterium präcox) wird ein Aufhören von spontanen Menstruationen vor dem 40. Lebensjahr definiert. Letzteres ist als krankhaft anzusehen, daher sollte eine Abklärung möglicher Ursachen erfolgen.

Nach der Menopause ist keine Schwangerschaft mehr möglich mit der Ausnahme einer Eizellspende (Oozytendonation), die in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz (§1.1) nicht erlaubt ist. 

Wesentlich ist nun die Vorbeugung bzw. Therapie von Hormonmangelerscheinungen, wie z. B. Knochendichteverminderung (Osteopenie, Osteoporose), trockene Haut und Schleimhäute. Speziell trockene Schleimhäute im Genitalbereich führen häufig zu Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, einer Blasenschwäche und Neigung zu Blasenentzündungen. Dazu können allgemeine Maßnahmen wie Sport, Beckenbodentraining, ausreichende Kalziumaufnahme und Hautpflege hilfreich sein. Ergänzend kann eine Hormontherapie durchgeführt werden (s. u.).
 
Durch den verminderten Östrogenspiegel im Blut kommt es zu einem relativen Überwiegen der Wirkung des männlichen Hormons, was sich in einer vermehrten Behaarung im Gesicht, an Armen oder Beinen (Hirsutismus) und in Haarausfall (Alopezie) bemerkbar machen kann (siehe auch Androgenisierung).
 
Bei einer vorzeitigen Menopause sollte möglichst immer, bei der regelrechten Menopause nur bei Beschwerden, eine Hormonersatztherapie durchgeführt werden. Diese besteht zum einen in der Gabe von Östrogenen, wodurch die typischen Wechseljahresbeschwerden meist deutlich gebessert werden und der Knochenstoffwechsel aktiviert wird. Zusätzlich muss ein Gelbkörperhormon dazugegeben werden, das die Gebärmutterschleimhaut vor dem wachstumsanregenden Effekt des Östrogens schützt. Über Nutzen und Risiken einer solchen Therapie sollte ausführlich gesprochen werden, und sie sollte kontrolliert verlaufen und so leicht wie möglich und nur so lange wie nötig sein. 
 

Osteoporose 

Eine Verminderung der Knochendichte (Osteopenie, Osteoporose) kann bei Frauen mit Hormonmangel auftreten. Dieser stellt sich natürlicherweise im Klimakterium und mit der Menopause ein, kann aber auch schon bei jüngeren Patientinnen mit über Jahre hinweg bestehendem Hormonmangel in Erscheinung treten. Nicht selten besteht auch eine familiäre Belastung, z. B. eine schwere Osteoporose bei der Mutter. Zusätzlich neigen schlankere Patienten eher zur Osteoporose als Übergewichtige; auch eine sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel können dazu führen. Weiterhin haben Patientinnen unter einer hohen, länger andauernden Cortisontherapie (z. B. bei Asthma bronchiale, Neurodermitis, rheumatische Erkrankungen u. ä.) ein erhöhtes Risiko, eine Osteoporose zu bekommen. 

Eine Osteopenie bzw. Osteoporose kann z. B. durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung (z. B. am Fuß) oder durch eine Computertomographie der Lendenwirbelsäule oder durch die Bestimmung von Knochenstoffwechselmarkern im Blut festgestellt werden.
Die grundsätzliche Therapie besteht in der ausreichenden Aufnahme von Kalzium und einer Ergänzung von Vitamin D. Außerdem sollte für körperliche Bewegung gesorgt werden, weil der Knochenstoffwechsel durch Bewegung gefördert wird und die Stabilität der Knochen durch entsprechende Belastung steigt.
Ergänzend kann eine Knochenschwäche effektiv durch eine Hormonersatztherapie behandelt werden (siehe auch Menopause). Daneben gibt es weitere Medikamente, z. B. die Biphosphonate, die erfolgreich gegen Osteoporose eingesetzt werden können.
 

Hormonbehandlungen

Hormonstörungen

Der Begriff “Endokrinologie” kommt aus dem Altgriechischen: “endo” heißt:

Pubertät

Während der Pubertät entwickeln sich die weiblichen Geschlechtsorgane weiter und reifen für ihre spätere Funktion heran.

Prolaktin (= Pro Laktation = für das Stillen)

Eine Erhöhung des Prolaktinspiegels ist normal (physiologisch) in Schwangerschaft und Stillzeit u
Die Menopause ist definiert als die letzte, durch den Eierstock gesteuerte Blutung.

Störungen der Erbanlagen

Die Erbanlagen liegen auf den sog.
Wie bereits bei den Störungen des männlichen Hormonhaushalts der Frau (siehe Menuleiste unter: “Androgenisierung, sog.

Funktionelle Androgenisierung (FA) der Frau

Der Name PCO bedeutet polyzystisches Ovar, d. h.

Klein-Minder-Hochwuchs

Wachstumsstörungen können vor, während und nach der Pube
Eine Knochendichteverminderung (Osteopenie, Osteoporose) kann bei Frauen mit Hormonmangel auftreten.

Magersucht-Bulimie

Im Verlauf einer Anorexie

Verhütung

Im Rahmen der „natürlichen“ Familienplanung" kommt es darauf an, den Zyklus g