Funktionelle Androgenisierung (FA) der Frau

Funktionelle Androgenisierung (FA) der Frau

Der Name PCO bedeutet polyzystisches Ovar, d. h. ein vergrößerter Eierstock mit vielen „Zysten“ (flüssigkeitsgefüllten Bläschen). Nach heutigem Verständnis sollte aber nicht von Zysten, sondern von Eibläschen (Follikeln) gesprochen werden. Insofern halten wir die allgemein-übliche Bezeichnung “PCO-Syndrom (PCOS)” für falsch!

Wir bevorzugen den Begriff “Funktionelle Androgenisierung (FA)”. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von zum Teil einfachen, zum Teil aber auch recht komplizierten funktionellen Störungen. Diesen allen ist gemeinsam, dass bei einer weiblichen Person einige Erscheinungen auftreten können, die überlicherweise typisch für das Erscheinungsbildes eines Mannes sein können. Dazu zählen z. B. “unreine Haut” (Akne), vermehrter Haarwuchs an mehr “männlichen” Stellen (Gesicht, Brust, Rücken, Nabelgegend, etc.) (Hirsutismus) oder auch Haarausfall (mehr als 100 Haare pro Tag) speziell im Scheitelbereich (androgenetische Alopezie).
Weiterhin kann es zu verlängerten Zyklen (über 35 Tage Abstand) (Oligomenorrhoe), zum Fehlen des Eisprungs (Anovulation) und daher auch zur ungewollten Kinderlosigkeit kommen. Typisch ist auch eine Anhebung der männlichen Hormone im Blut (Hyperandrogenämie), die dann für die oben genannten Hautprobleme verantwortlich ist. Außerdem können sich auch - wie schon oben angedeutet - vergrößerte Eierstöcke mit zahlreichen kleinen Eibläschen (Follikeln) (polyfollikuläres Ovar, PFO) finden lassen. Immer wieder bestehen bei diesen Frauen Ängste, dass sie bei einer solchen Eierstockstörung keine Kinder bekommen könnten. Disese Aussage ist ebenfalls falsch! Diese vergrößerten polyfollikulären Eierstöcke verfügen sogar über eine sehr gute Funktionsreserve. Eventuell muss man aber hormonell nachhelfen, und dies muss sehr vorsichtig sein, da die Eierstöcke sehr empfindlich auf die follikelanregenden Hormone reagieren.
Ein erhebliche Anzahl von Patientinnen mit FA neigen auch zu deutlichem Übergewicht (Adipositas), und in diesem Zusammenhang häufig auch zu Störungen des Insulin- und Zuckerhaushalts (Insulinresistenz); diese Veränderungen müssen als Vorstufe zu einem sog. Typ-2-Diabetes  eingestuft werden; sie erschweren das Krankheitsbild und können für das weitere Leben von großer Bedeutung sein (siehe  Übergewicht: Adipositas).
Weiterhin ist bei Kinderwunsch zu beachten, dass Patientinnen mit Adipositas und/oder Störungen des Insulin/Zucker-Haushalts etwas ungünstigere Chancen haben, schwanger zu werden; außerdem ist die Fehlgeburtenrate etwas erhöht. Bei einer Schwangerschaft kann auch das Entstehen eines sog. “Schwangerschaftsdiabetes” (Gestationsdiabetes) drohen.
Wenn das Problem nur in der Haut liegt (z. B. höhere Empfindlichkeit der Haut auf die normalen männlichen Hormonspiegel), sprechen wir von:
“Funktionell kutaner Androgenisierung (FKA).
Wenn mehrere Störfaktoren zusammenkommen, sprechen wir von:
Funktionell Androgenisierendem Syndrom (FAS) I-IV
Um relativ rasch zu einer umfassenden Diagnose zu gelangen, führen wir in solchen Fällen das sog. “große Hormonprofil” (gyn-endo-handbuch.de)  möglichst zusammen mit einer Ultraschalluntersuchung der Eierströcke durch, womit wir die zugrundeliegenden Störungen erfassen können. Danach können wir dann einen für die Patientin und für ihre Fragestellung individuell festgelegten Therapieweg vorschlagen. 

Hormonbehandlungen

Hormonstörungen

Der Begriff “Endokrinologie” kommt aus dem Altgriechischen: “endo” heißt:

Pubertät

Während der Pubertät entwickeln sich die weiblichen Geschlechtsorgane weiter und reifen für ihre spätere Funktion heran.

Prolaktin (= Pro Laktation = für das Stillen)

Eine Erhöhung des Prolaktinspiegels ist normal (physiologisch) in Schwangerschaft und Stillzeit u
Die Menopause ist definiert als die letzte, durch den Eierstock gesteuerte Blutung.

Störungen der Erbanlagen

Die Erbanlagen liegen auf den sog.
Wie bereits bei den Störungen des männlichen Hormonhaushalts der Frau (siehe Menuleiste unter: “Androgenisierung, sog.

Klein-Minder-Hochwuchs

Wachstumsstörungen können vor, während und nach der Pube
Eine Knochendichteverminderung (Osteopenie, Osteoporose) kann bei Frauen mit Hormonmangel auftreten.

Wechseljahre - Klimakterium 

Der Begriff Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, bedeute

Magersucht-Bulimie

Im Verlauf einer Anorexie

Verhütung

Im Rahmen der „natürlichen“ Familienplanung" kommt es darauf an, den Zyklus g